10 gute Gründe für Grün: NRW braucht stärkere Grüne
Angehende Erzieherinnen und Erzieher finden keine Praktikumsstellen
Den Beruf der Erzieherin oder des Erziehers zu ergreifen ist eine schwere Entscheidung geworden. Die Aufgabenkataloge für Kitas werden immer länger, der Leistungsdruck steigt, und zudem sinkt das ohnehin nicht üppige Nettogehalt für BerufsanfängerInnen weiter: Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst brachte die Streichung von Zulagen und längere Arbeitszeiten. Nach vier bis fünf Jahren Ausbildungszeit "winkt" dann ein Nettogehalt von 1.300 Euro.
Dennoch wollen im Sommer rund 3.000 Erzieherinnen und Erzieher nach ihrer Fachschulausbildung das abschließende Anerkennungsjahr absolvieren. Abfragen bei den angehenden Fachkräften und den Fachschulen haben jedoch ergeben, dass 75 Prozent dafür keine Stelle finden. Wenn es einen Platz gibt, dann oft zu untertariflicher oder ganz ohne Bezahlung. In der Vergangenheit waren zum gleichen Zeitpunkt bereits 75 Prozent versorgt.
Grund sind die Unsicherheiten bei der Kindergartenfinanzierung, ausgelöst durch das Kinderbildungsgesetz. Späte Zuschussbewilligungen für die Einrichtungen und die spärlichen Kindpauschalen lassen bei den Kindergartenträgern die Furcht wachsen, bei der Schlussabrechnung des Kindergartenjahres in 2009 mit Verlusten dazustehen. Deswegen werden unnötige Kosten vermieden, Ausbildungsplätze reduziert.
Der Landesregierung fällt nichts anderes ein, als den Ersatz fertig ausgebildeter ErzieherInnen durch Auszubildende teilweise zuzulassen. Wir verlangen sofortige Beratungen mit allen Beteiligten, um allen angehenden ErzieherInnen den Ausbildungsabschluss zu ermöglichen. Notfalls ist eine finanzielle Absicherung derjenigen Träger einzuführen, die auch tatsächlich ausbilden.















