10 gute Gründe für Grün: NRW braucht stärkere Grüne
Sprachförderung
Erneut Rückmeldung aus den Kommunen: Kinder mit Sprachförderbedarf erhalten keine Förderung aus LandesmittelnDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Meldungen aus Kommunen, Kindergärten und von Eltern weisen auch in diesem Jahr wieder auf eklatante Mängel des Verfahrens zur Sprachstandserhebung bei vierjährigen Kindern hin. "Kinder die keinen einfachen Satz sprechen können, keine Pluralbildung kennen und nicht ein Wort zu einer Bildergeschichte sagen können, erreichen trotzdem so viele Punkte im Test, dass sie aus der zusätzlichen Sprachförderung herausfallen", hieß es in einer Pressemitteilung der GEW nach der ersten Runde der Sprachstandserhebung 2008. Bereits 2007 hatte der Städtetag bei einer Stichprobe in 16 Kommunen Diskrepanzen von über 10.000 Kindern zwischen den Ergebnissen der früher von den Fachkräften in den Kindertagesstätten durchgeführten Sprachtests und dem landesweiten Verfahren "Delfin" gemeldet. In einer aktuellen Beschlussvorlage der Stadt Gelsenkirchen heißt es: "Laut Einschätzung der pädagogischen Fachkräfte liegt die Anzahl der vierjährigen Kinder mit Sprachförderbedarf jedoch höher als laut Testergebnis."
Genau deswegen fordern Wissenschaft, Kommunen, Gewerkschaften und wir Grüne auf das Urteil der Erzieherinnen und Erzieher zu vertrauen, statt auf einen wissenschaftlich nicht anerkannten Test durch - den Kindern fremde - GrundschullehrerInnen.
Durch die bereits falschen Ergebnisse 2007 und ohne die abschließenden Ergebnisse der Sprachstandserhebung 2008 zu kennen, werden die Landesmittel im Nachtragshaushalt 2008 um eine Million Euro gekürzt. Der wahrscheinliche Bedarf sei geringer als erwartet, erklärte Minister Laschet dazu in der Fragestunde des Plenums - kein Wunder?















