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#Teilhabe statt Ausgrenzung

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14. März 2013

Kölner Nachrichten: 'Sommerblutfestival' lockt mit 130 Veranstaltungen

Beim 13. „Sommerblutfestivals der Multipolarkultur“ dreht sich alles um „Flucht“. Ab dem 9. Mai werden 400 Künstler mit Theater, Tanz, Literatur, Filmen, Ausstellungen und Performances aus verschiedenen Perspektiven dieses Thema beleuchten. Auf dem 18 Tage dauernden Programm stehen über 130 Veranstaltungen an 37 Spielstätten.

Waren bei der Vorstellung des diesjährigen "Sommerblutfestival"-programms dabei: Pfarrer Hans Mörtter, Musiker Shahin Najawi und Andrea Asch (v.l.) Foto: ehu

Andrea Asch, grünes Landtagsmitglied und Vorsitzende des „Sommerblutfestival“-Fördervereins, begründete die aktuelle Brisanz des Festivalthemas. Danach hat heute jeder hunderste Mensch seine Heimat verloren, 77.000 haben im vorigen Jahr in Deutschland Asyl beantragt, 14.000 in Nordrhein-Westfalen. 6000 „Menschen ohne Papiere“ sollen illegal allein Köln leben. „Wir wollen aber nicht nur die negativen Seiten zeigen. Flucht kann auch den Aufbruch in eine neue Welt bedeuten“, so Asch.
Premiere für ein Filmprogramm – ein Film wird gerade in Köln gedreht
Erstmals werden bei „Sommerblut“ auch Filme gezeigt. Einer wird gerade in Kölner Jugendheimen gedreht: In „On the run“ erzählen „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ – im Bürokratendeutsch sogenannte „Umfs“ – zwischen 14 und 18 Jahren, warum sie ihre Heimat verlassen haben und was sie in Deutschland erwarten. Der Film entsteht in Kooperation mit der jungen Akademie der Künste der Welt.
Gerade mit den Probearbeiten begonnen wurde auch für das Theaterstück „Ikaria“. Hier greifen 16 Insassen der JVA Butzweilerhof die antike Sage von Dädalus und Ikarus auf: Die Flucht vor dem Tyrannen auf Kreta endete für den übermütigen Jugendlichen Ikarus mit dem Tod.
Pfarrer will mit Kirchengeläut an ertrunkene Flüchtlinge aus Afrika erinnern
   
Mit dabei ist auch wieder Hans Mörtter, Pfarrer an der Lutherkirche in der Südstadt. Er organisiert das große Festival-Abschlussfest in Odonien. Seine besondere Aufmerksamkeit gilt Flüchtlingen aus Afrika. So lebt ein Nigerianer, der sich in Nigeria mit dem Ölmulti Shell angelegt hat, seit zwei Jahren in der Lutherkirche im Kirchenasyl. Und weil – statistisch gesehen – alle sechs Stunden ein Flüchtling aus Afrika im Mittelmeer ertrinkt, will er erreichen, dass während des Festivals eine Woche lang alle sechs Stunden die Kölner Kirchenglocken läuten.
Das Programm für das Festival war schon gedruckt. Da meldete sich der iranische Musiker und Dichter Shahin Najawi bei den Veranstaltern. Er war vor einem knappen Jahr wegen angeblicher Blasphemie mit einer Fatwa belegt worden. Seitdem lebt er in Köln. Er wird am 17. Mai. Im Alten Pfandhaus auftreten.
Mit der Orangerie am Volksgarten hat das Festival erstmals ein Festival-Café. Es wird täglich ab 18 Uhr geöffnet sein